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    Gabi Morhart’s Bericht von der Challenge Roth 2010

    Von | 20.Juli 2010

    Erstmal vielen, vielen Dank an alle, die mir die Daumen am Sonntag gedrückt haben, mir SMS, emails geschrieben haben!!! Es hat geholfen!!!! Ich hatte ein super Rennen!

    von Gabi Morhart

    Aber jetzt mal von Anfang an:
    Der liebe Gott muss wohl Triathlet sein, denn das Wetter war perfekt! Am Freitag noch Temperaturen über 30º in Roth, am Samstag zum Bike-Check-in bewölkt mit stürmischen Wind, abends dann Platzregen, aber am Sonntag anfangs bewölkt und windstill, dann sonnig mit leichtem Wind und ca. 25º!!! Ein Glück! Der Kanal pudelwarm mit 23º und meiner Meinung hätte man ruhig ohne Neo schwimmen können, aber mit der Meinung stehe ich ja immer allein da…

    Bereits zum Schwimmstart um 6:00 (die Profis und Besten der Altersklassen) waren tausende von Zuschauern auf den Brücken und entlang des Kanals, typische Roth-Atmosphäre mit einer riesen Stimmung, die einen einfach mitreisst! Um 6:25 Start aller Frauen! Welch angenehmes Schwimmen! Kein Hauen und Stechen, alles “zivilisiert” und ich kam gleich von Anfang an in einen guten Rythmus!

    Nach 1:01Std war die Schwimmerei für mich auch schon wieder vorbei und nach dem Wechsel (ich brauchte eeeeeewig um den Helm zu schliessen!! Weiss der Geier warum…)ging?s rauf aufs Rad! über die Brücke wo die Zuschauer eine riesen Stimmung zauberten in die 1. Runde!

    Es machte richtig Spass auf dem Rad, noch dazu ohne Wind (der dann in der 2. Runde kam…) und ich war nach der 1. Runde 20 Minuten unter meiner Marsch-Tabelle!!! Da hiess es dann wirklich in der 2. Runde Gas rausnehmen, sonst rächt sich das bitter beim Laufen! Aber in der 2. Runde wird man sowieso etwas langsamer. Die Stimmungsnester wie die Biermeile in Eckersmühlen oder der Solarer Berg waren absolute Gänsehaut-Verursacher! Am Solarer Berg stehen die Leute wie bei der Tour de France so eng Spalier und schreien Dich den Berg hoch, da vergisst man jeden Pulswert (was man dann die nächsten 5km mit übersäuerten Beinen büssen muss…) und man kann und will sich dem Jubel auch nicht entziehen! Faszination pur! überhaupt war in jeder Ortschaft irgendein “Stimmungsnest” organisiert, und der ganze Landkreis steht wirklich hinter dieser Veranstaltung! Die Leute stehen den ganzen Tag und feuern an!!! Nach 5:53 Rad-Zeit für die 180km mit 1500Höhenmeter, kam dann der letzte Akt: ein kleines Marathönchen!
    Die Wechselzone in Roth selbst ein Hexenkessel, wieder tausende von jubelnden Zuschauern und auch nach diesem Wechsel, wo man zuerst gefühlt wie John Wayne läuft, kam ich sofort in einen guten Rythmus und dann ging?s aus Roth hinaus an den Main-Donau-Kanal.

    Nun ja, die Laufstrecke ist jetzt nicht gerade geprägt von Abwechslung oder Schatten, dafür aber mit Zuschauern an jedem Meter: man läuft aus Roth hinaus, an der Lände geht es links 8km den Kanal hoch in nördlicher Richtung, nach 8km kommt der 1. Wendepunkt, dann läuft man alles wieder zurück bis zur Lände und dann nochmals den Kanal entlang in südliche Richtung ca. 4km, dann durch einen Wald bis Eckersmühlen, das Ganze wieder zurück zum Kanal, zurück zur Lände und dann endlich nach Roth hinein, wo die letzten 2km des Marathon gelaufen wurden und wo eine riesen Party stattfand. Ja und dann endlich, endlich im Ziel! Die letzten Meter im vollbesetzten “Stadion” belohnen einen für die ganze Plagerei, in der man wirklich innerhalb von Sekunden daie ganze “Gefühls-Palette” durchleben kann! Meine Laufzeit von 4:06 für den Marathon war für mich Freude pur, ist ja die Lauferei doch eher mein Schwachpunkt…!

    Mit meiner Gesamtzeit von 11:08 bin ich ganz happy und die einzelnen Splittzeiten freuen mich riesig! Von der Platzierung her, bin ich von 308 Frauen 71. geworden, in meiner Altersklasse habe ich Platz 4 geschafft und bei der Wertung für die Deutsche Meisterschaft kam noch ein Treppchenplatz 3 heraus! Was will man/frau mehr???

    Ja und was macht man nach einem Finish? Erstmal ein kühles Erdinger und dann gleich nochmals eines!!!!!!! Alles nur nichts Süßes!!! Dann eine herrliche Massage, danach eine Dusche (in Roth tatsächlich warm!!!)! Alle Bewegungsabläufe dauern etwa 3x so lange wie normal, die Beine bewegen sich alles andere als flüssig oder “grazil”, dann hängt man am handy, informiert sich über die anderen Mitstreiter, nimmt bereits die ersten Glückwünsche entgegen(Internt macht?s möglich…)und dann kommt der große Hunger auf Fettiges/Salziges, was man sonst das ganze Jahr nicht essen würde!!! In meinem Fall: Leberwursttsemmel mit Gurke!!! Herrlich! Und gleich 3 Stück!!! In Roth gibt?s dann als Schmankerl um 22:30 zum Zielschluß noch ein riesen Feuerwerk!

    Für mich war es wirklich ein perfekter Tag und ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis! Nochmals Danke an alle, die an der Strecke waren und an alle die mir die Daumen gedrückt haben!

    Ja und was kommt jetzt??? All das, für das ich wegen des Trainings keine oder nur wenig Zeit hatte :-) !!!! und sportlich? mal sehen…;-))))

    > weitere Infos zur Challenge Roth im Internet: www.challenge-roth.com

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    Topics: Triathlon | Kein Kommentar »

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